Die App hat ein einziges Fenster: oben das Menü, in der Mitte die Reiter, unten eine Statuszeile. Der erste Reiter heisst Sitzungen; jede geöffnete Verbindung bekommt einen eigenen Reiter für Dateien oder Terminal, in der Farbe der Sitzung. Klingelt ein Terminal in einem Reiter im Hintergrund, steht ein Punkt vor seinem Titel.
Menüs
| Menü | Einträge |
|---|---|
| Sitzung | Neue Sitzung (Strg+N), Terminal hier öffnen (Strg+T), Reiter schliessen (Strg+W), Sitzung duplizieren, Neu verbinden, Arbeitsbereich speichern und öffnen, Letzte Reiter wiederherstellen, Ereignisprotokoll, Server- und Protokollinformationen, Sitzungsadresse und Code, Sitzungen als ssh_config exportieren, Beenden |
| Terminal | Break senden, Unterbrechen (SIGINT), Beenden (SIGTERM), Neu verschlüsseln, Rückblick leeren, Alles kopieren, Terminal zurücksetzen, Sitzung neu starten, Einstellungen ändern |
| Werkzeuge | Schlüsselgenerator, SSH-Agent, Bekannte Hosts |
| Ansicht | Hell oder Dunkel, Sprache (Deutsch, English, Français, Italiano; gilt nach einem Neustart) |
| Hilfe | Über |
Strg+N, Strg+T und Strg+W gelten, solange kein Terminal den Fokus hat – dort gehören die Tasten dem Programm auf dem Server.
Beim Schliessen merkt sich die App die offenen Reiter als Arbeitsbereich Zuletzt; Letzte Reiter wiederherstellen öffnet sie wieder. Sind noch Terminals offen, fragt sie vorher nach.
Der App lassen sich beim Start Adressen (sftp://…, ssh://…) oder Namen gespeicherter Sitzungen mitgeben; sie öffnet sie sofort.
Sitzungen
Im Reiter Sitzungen stehen alle gespeicherten Sitzungen als Baum. Ordner entstehen aus Schrägstrichen im Namen (Kunden/Müller). Sitzungen, die nur ein
Terminal haben, tragen den Zusatz „(Terminal)“.
Die Knöpfe: Neu, Importieren, Dateien öffnen, Terminal öffnen, Beides (Dateien und Terminal über eine SSH-Verbindung), Erweitert, Speichern, Umbenennen, Löschen. Speichern unter einem neuen Namen legt eine Kopie an; Umbenennen ersetzt die alte Sitzung.
Felder
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Protokoll | SFTP, SCP, FTP/FTPS explizit, FTPS implizit, WebDAV, Amazon S3 (und kompatible), SSH (nur Terminal), Telnet, Rlogin, Raw (TCP), SUPDUP, Seriell |
| Host, Port | Port nach Protokoll: SFTP/SCP/SSH 22, FTP 21, FTPS implizit 990, WebDAV und S3 80 bzw. 443, Telnet 23, Rlogin 513, SUPDUP 95 |
| Verschlüsselung | bei FTP und WebDAV: keine, TLS explizit (bzw. https), TLS implizit |
| Benutzer, Kennwort | „Kennwort speichern“ legt es verschlüsselt im Kennwortspeicher ab |
| Schlüsseldatei | etwa ~/.ssh/id_ed25519 oder eine .ppk-Datei von PuTTY |
| Entfernter und lokaler Ordner | Startordner der beiden Seiten |
| Sprunghost | Name einer anderen gespeicherten Sitzung oder benutzer@host; Sprunghosts lassen sich verketten |
| Weiterleitungen | L[bind:]port:host:port, R[bind:]port:host:port, D[bind:]port, mehrere durch Leerzeichen getrennt |
| Kompression, Agent weiterleiten, X11 weiterleiten, Terminaltyp | für SSH |
| S3-Region, S3-ACL, Abgebrochene Uploads fortsetzen | für S3 |
| Name | mit Schrägstrichen für Ordner |
Bei Nextcloud und ownCloud liegt WebDAV unter einem Pfad: Protokoll WebDAV mit TLS, als Entfernter Ordner
/remote.php/dav/files/<benutzer> eintragen und als Kennwort am besten ein App-Passwort aus den Sicherheitseinstellungen der Cloud.
Anmeldung
Bei SSH meldet sich die App mit dem an, was die Sitzung hergibt und der Server annimmt: Schlüssel aus dem Agenten (abschaltbar), die Schlüsseldatei (die Passphrase wird bei Bedarf bis zu dreimal erfragt), das Kennwort, keyboard-interactive (abschaltbar) und auf Wunsch GSSAPI/Kerberos. Fehlt der Benutzer, fragt sie danach. Ist das Kennwort auf dem Server abgelaufen, lässt es sich gleich ändern.
Erweitert
Erweitert öffnet alle Einstellungen der Sitzung, nach Reitern geordnet:
- Verbindung: Kopierdialog bei F5/F6, Keepalive, Zeitlimit, IP-Version, Zeitversatz des Servers, fester Hostschlüssel, festes TLS-Zertifikat (SHA-256), FTP aktiver Modus und Zeichensatz, zuletzt benutzte Ordner merken, gleichzeitige Übertragungen (1 bis 9).
- Proxy: keiner, SOCKS4, SOCKS5, HTTP, Telnet oder ein lokaler Befehl; für FTP zusätzlich die klassischen FTP-Proxys (Benutzer am Host, SITE, OPEN). WebDAV und S3 gehen nur über HTTP und SOCKS. Mit Host, Port, Benutzer, Kennwort und „Namen am Proxy auflösen“.
- Terminal, Darstellung, Farben, Sitzungsprotokoll, Fenster, Funktionen, Tastatur: siehe Terminal.
- SSH: Kompression, Agent, Agent weiterleiten, GSSAPI, keyboard-interactive, alte Verfahren (SHA-1, CBC, 3DES – nur für alte Server), keine Shell,
SFTP-Server-Befehl (etwa
sudo /usr/lib/openssh/sftp-server), Neuverschlüsselung nach Minuten bzw. MiB, X11 mit X-Display. - Seriell: Leitung, Baudrate 300 bis 921 600, Datenbits 5 bis 8, Stoppbits, Parität, Flusssteuerung (keine, XON/XOFF, RTS/CTS).
- Notiz: freier Text zur Sitzung.
Ortsprofile, Lesezeichen und Arbeitsbereiche
Ein Ortsprofil merkt sich ein Paar aus lokalem und entferntem Ordner unter einem Namen, ein Lesezeichen einen einzelnen Ordner; beide gehören zur Sitzung. Ein Arbeitsbereich fasst mehrere offene Reiter zusammen und öffnet sie wieder gemeinsam.
Dateien
Der Dateireiter zeigt links den lokalen Ordner und rechts den Server (Commander-Ansicht). Wahlweise zeigt die Explorer-Ansicht nur den Server mit einem Ordnerbaum. Spalten: Name, Grösse, Geändert, Rechte, Besitzer.
Tasten
| Taste | Wirkung |
|---|---|
| Eingabe, Doppelklick | Ordner öffnen |
| Rücktaste | übergeordneter Ordner |
| Strg+R | neu laden |
| F2 | umbenennen |
| F3 | ansehen (nur lesen) |
| F4 | bearbeiten; Umschalt+F4 neue Datei, Strg+Umschalt+F4 extern bearbeiten |
| F5 | kopieren; Umschalt+F5 auf dem Server duplizieren |
| F6 | verschieben |
| F7 | neuer Ordner |
| F8, Entf | löschen |
| F9 | Eigenschaften und Rechte |
| Strg+F | suchen |
| Strg+Alt+H | versteckte Dateien zeigen |
| Strg+U | entfernte Seite aktuell halten |
| Strg+Alt+B | synchron blättern |
Die Werkzeugleiste bietet dazu Hochladen, Herunterladen, Synchronisieren, Lesezeichen, Ortsprofil speichern, Vergleichen, Filter und Befehl. Das Kontextmenü der Liste kann ausserdem Pfad und Adresse kopieren (ohne Kennwort), die Grösse eines Ordners berechnen, die SHA-256-Prüfsumme bilden und – bei SFTP – eine Verknüpfung anlegen.
Kopieren und Verschieben
Ziehen und Ablegen zwischen den Seiten kopiert, mit Umschalt verschiebt es. Dateien aus dem Dateimanager des Systems lassen sich auf die Serverseite ziehen. F5 und F6 öffnen den Kopierdialog:
- Zielordner und Modus (binär, Text, automatisch);
- Wenn das Ziel existiert: fragen, überschreiben, nur neuere, wenn verschieden, fortsetzen, überspringen, umbenennen;
- Änderungszeit übernehmen, Rechte übernehmen oder feste Rechte (oktal), Dateimaske, Tempo in KiB/s;
- Vorlagen: die Einstellungen als Vorlage speichern und wieder übernehmen; mitgeliefert sind Binär, Text und Web-Upload.
Warteschlange
Alle Übertragungen laufen über die Warteschlange mit Auftrag, Zustand und Fortschritt. Gleichzeitig laufen 1 bis 9 Übertragungen (Vorgabe 2), jede über
eine eigene Verbindung. Reisst die Verbindung ab, verbindet die App bis zu dreimal neu und setzt über eine .filepart-Datei fort. Im Kontextmenü:
Anhalten, Fortsetzen, Abbrechen, Wiederholen, Nach vorne, Entfernen, Fertige entfernen.
Synchronisieren und Vergleichen
Synchronisieren gleicht Ordner mit Vorschau ab: lokal → entfernt, entfernt → lokal oder beide Richtungen; nur neue und geänderte Dateien, spiegeln (auch löschen) oder nur vorhandene aktualisieren; verglichen wird nach Grösse oder Inhalt, wahlweise mit Dateimaske. Vergleichen markiert die Unterschiede in beiden Listen, ohne etwas zu übertragen.
Bearbeiten
- Der interne Editor öffnet Textdateien bis 16 MiB und behält Kodierung (UTF-8 mit oder ohne BOM, Latin-1) und Zeilenenden bei. Speichern mit Strg+S.
- Extern bearbeiten öffnet die Datei im zuständigen Programm des Systems und lädt sie nach jedem Speichern wieder hoch.
Rechte und S3-Berechtigungen
F9 zeigt die Eigenschaften. Rechte lassen sich als rwx je Besitzer, Gruppe und Andere oder oktal setzen, auch rekursiv und mit „X nur für Ordner“; dazu Besitzer- und Gruppen-ID. Bei S3 erscheinen stattdessen die Berechtigungen (Lesen, Schreiben, ACL lesen, ACL schreiben, Vollzugriff) für Besitzer, angemeldete Benutzer und alle.
Weitere Werkzeuge
- Suchen mit Maske, etwa
*.log>1Mfür Protokolle über einem Megabyte. - Filter in der Schreibweise von WinSCP.
- Befehl führt einen Befehl auf dem Server aus (nur SFTP und SSH). Platzhalter:
!jede gewählte Datei einzeln,!&alle gewählten zusammen,!/der entfernte Ordner,!@der Host,!Uder Benutzer. - Auf dem Server duplizieren (Umschalt+F5) kopiert ohne Umweg über den eigenen Rechner, wo der Server es kann (SFTP copy-data, WebDAV COPY, S3 CopyObject).
Terminal
Kopieren und Einfügen
| Taste | Wirkung |
|---|---|
| Markieren mit der Maus | kopiert sofort (abschaltbar) |
| Doppelklick, Dreifachklick | Wort bzw. Zeile markieren |
| Strg+Umschalt+C, Strg+Einfg, Cmd+C | kopieren |
| Strg+Umschalt+V, Umschalt+Einfg | einfügen |
| Umschalt+BildAuf, Umschalt+BildAb | im Rückblick blättern |
| Strg+Rechtsklick | Kontextmenü |
| Alt+Eingabe | Vollbild (wenn in den Einstellungen erlaubt) |
Das Kontextmenü bietet ausserdem Alles kopieren, Rückblick leeren, Terminal zurücksetzen, Sitzung neu starten (im selben Reiter, der Rückblick bleibt), Sitzung duplizieren, Einstellungen ändern, Ereignisprotokoll und Sonderbefehle: Break, INT, TERM, KILL, HUP, QUIT, USR1, USR2 und Neu verschlüsseln.
Einstellungen
- Rückblick: Vorgabe 100 000 Zeilen.
- Darstellung: Cursor als Block, Unterstrich oder Strich; Schriftgrösse 6 bis 72 (Vorgabe 14); Fett als Farbe, als Schrift oder beides.
- Farben: die Schemata Dunkel, Hell, PuTTY und Solarized Dunkel, dazu 20 einzeln einstellbare Farben.
- Glocke: Blitz, Markierung am Reiter oder aus. Läutet sie fünfmal in zwei Sekunden, schweigt sie fünf Sekunden.
- Zeichensatz: UTF-8, ISO-8859-1, ISO-8859-15, Windows-1252, IBM437, KOI8-R.
- Funktionen: lokales Echo und lokale Zeilenbearbeitung (automatisch, immer an, immer aus), implizites CR bzw. LF, Antwort auf ^E.
- Maus: Verhalten wie PuTTY oder wie xterm; das Mausrad blättert, in Vollbildprogrammen sendet es Pfeiltasten.
- Tastatur: Rücktaste als ^H, Pos1/Ende im rxvt-Stil, Funktionstasten Standard, Linux, Xterm R6 oder VT100+, Alt sendet Esc.
Sitzungsprotokoll
Auf Wunsch schreibt die App mit: nur druckbare Ausgabe, die gesamte Ausgabe oder die SSH-Pakete (Kennwörter nie). Der Dateiname darf Platzhalter enthalten
– &Y Jahr, &M Monat, &D Tag, &T Uhrzeit, &H Host, &P Port. Vorgabe ist kuonen-&H-&Y&M&D-&T.log im Ordner Dokumente. Wahlweise wird
angehängt statt ersetzt.
Tunnel
Die Weiterleitungen einer Sitzung stehen, sobald ihre SSH-Verbindung steht. Mit Keine Shell (Reiter SSH) hält ein Reiter nur die Tunnel offen, ohne Konsole. X11- und Agent-Weiterleitung schaltet die Sitzung ein.
Werkzeuge
- Schlüsselgenerator: Ed25519, ECDSA (P-256, P-384, P-521) oder RSA (3072, 4096 Bit) erzeugen; vorhandene Schlüssel (
.ppk,.pem,.key) laden; speichern als OpenSSH oder PuTTY (PPK v3), öffentlichen Schlüssel fürauthorized_keyskopieren. Details unter Sicherheit. - SSH-Agent: Schlüssel hinzufügen und entfernen, auf Wunsch jede Nutzung bestätigen.
- Bekannte Hosts: die Einträge aus
~/.ssh/known_hostsdurchsuchen und entfernen, auch gehashte. - Server- und Protokollinformationen: ausgehandelte Verfahren, Fähigkeiten des Servers, Tunnel und – bei SFTP – freier Speicherplatz; alles in die Zwischenablage kopierbar.
- Sitzungsadresse und Code: die Sitzung als Adresse (mit Fingerabdruck), als Skript und als Aufruf von
kremote sshbzw.kremote scp– zum Weitergeben oder für die Aufgabenplanung. Kennwörter stehen nie darin. - Sitzungen als ssh_config exportieren: SFTP-, SCP- und SSH-Sitzungen im Format von
~/.ssh/config, samt Weiterleitungen. - Ereignisprotokoll: was die laufende Sitzung getan hat; es bleibt im Speicher und wird nicht geschrieben.
- Als Standard für sftp:// und ssh:// eintragen (Windows und Linux): Ein Klick auf eine Adresse mit
sftp://,scp://,ssh://,ftps://,ftpes://,davs://odertelnet://im Browser oder in einer Mail öffnet dann Kuonen.Remote.ftp://undhttp(s)://bleiben beim Browser. Austragen gibt die Adressen wieder frei.
Importieren
Importieren im Reiter Sitzungen übernimmt Sitzungen aus:
~/.ssh/config(HostName, Port, User, IdentityFile, ProxyJump, ProxyCommand, Compression, ServerAliveInterval, AddressFamily, ConnectTimeout, KbdInteractive, LocalForward, RemoteForward, DynamicForward;Host *gilt als Vorgabe für alle);- PuTTY (unter Windows aus der Registry, sonst aus
~/.putty/sessions), samt Terminal, Weiterleitungen und seriellen Einstellungen; - WinSCP (
WinSCP.ini), samt FTPS, Ordnern, Farbe und SFTP-Server-Befehl; - FileZilla (
sitemanager.xml), Ordner werden zu Ordnern im Namen.
Nur Namen, die es noch nicht gibt, werden übernommen.
Schmale Fenster
Unter 700 Punkten Breite ordnet die App alles in einer Spalte an: die Dateien in der Explorer-Ansicht ohne Baum und im Terminal eine Leiste mit Zusatztasten (Esc, Tab, Strg, Alt, Pfeile, Pos1, Ende, BildAuf, BildAb und häufige Sonderzeichen).